Montanhydraulik Reparatur und Service auf der Maintenance 2015 in Dortmund

Fristgerechte Reparatur dank guter Zusammenarbeit

27.03.2015 17:00

Dortmund, 27. April 2015. Die Reparatur eines 45 Tonnen schweren Hydraulikzylinders durfte nicht länger als 3,5 Wochen beanspruchen. Diese Frist einzuhalten, war angesichts der unkalkulierbaren Schwierigkeiten eine echte Herausforderung, gelang jedoch dank der guten Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Montanhydraulik Reparatur und Service und dem Mutterunternehmen Montanhydraulik in Holzwickede.

Reparatur von Lenkzylinder für 13.500-Tonnen-Bagger

Es war die erste Reparatur des Lenkzylinders seit dem Bau des Schaufelradbaggers BG 285 im Jahr 1975. Verschleiß und enorme Schlagkräfte hatten das Kolbendichtsystem und den Dichtungswerkstoff vollständig zerstört. Durch die große Leckage über das auseinandergefallene Kolbendichtsystem waren die erforderlichen Kräfte zur Bewegung der Lenkdeichsel nicht mehr aufzubringen. Der Bagger war manövrierunfähig.

„Es ist bereits der dritte Lenkzylinder, dessen Reparatur wir für diesen Kunden übernommen haben“, berichtet Heinz-Peter Kupiek, Geschäftsführer von Montanhydraulik Reparatur und Service. „Die größte Herausforderung war dieses Mal der Kolbenstangenkopf. Einst durch Erhitzung und Abkühlung auf die Stange aufgeschrumpft, musste er auf die gleiche Weise wieder abgezogen werden, um den 45-Tonnen-Zylinder demontieren zu können. In beiden Fällen handelt es sich um ein Spiel mit der Zeit, denn wir können vorher einfach nicht alle Unwägbarkeiten abschätzen, welche die Demontage und Montage beeinflussen.“

Hand in Hand mit Montanhydraulik Holzwickede

Tatsächlich erforderte es drei Anläufe, an die zehn Stunden Geduld und einige technische Kreativität, bis sich der sechs Tonnen schwere Stangenkopf mit Hilfe von hydraulischem Druck und der Erwärmung des Stangenkopfes auf 300 ºC löste. Dabei zeigte sich, dass der Passungsdurchmesser beider Teile stark verrieft war und zahlreiche, tiefe Fressstellen aufwies. Durch die Unterstützung von Montanhydraulik in Holzwickede verlängerte sich die Reparaturdauer aber nur um einen Tag. Ausgestattet mit den modernsten Maschinen für Großzylinder führten die Techniker in Holwickede in gerade einmal drei Tagen die nötigen Dreharbeiten durch. Diese Arbeit erforderte höchste Genauigkeit, da der Presssitz gemäß der Originalausführung hergestellt werden musste, um die Zugkräfte von 10.000 kN wieder problemlos in vollem Umfang übertragen zu können.

Hochspannung bei finaler Zylindermontage

Die abschließende Hürde lag darin, den Stangenkopf wieder so auf die Kolbenstange aufzuschrumpfen, dass der Presssitz in voller Länge genutzt wird und der instandgesetzte Lenkzylinder den störungsfreien Betrieb des Schaufelradbaggers garantiert. Dazu wurde die Kolbenstange samt Kolben und Zylinderkopf an einem durch das geöffnete Hallendach abgesenkten Haken eines 300-t-Mobilkrans gehängt und Zentimeter für Zentimeter in den Stangenkopf eingeführt. Nach der erfolgreichen Montage und der Funktions- und Druckprüfung sowie Befüllung mit 3.500 Litern Hydrauliköl wurde der Lenkzylinder auf einem Spezialtieflader schließlich zurück zum Kunden transportiert – pünktlich und neuwertig überholt.

Weitere Details zum Reparaturablauf und zu den technischen Daten finden Sie unter Referenzen.

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