Konstruktionsschiff „Seabreeze“, Deutschland

Um den Versorgungsengpass beim Aufbau eigener Windparks zu beheben, hat ein deutsches Unternehmen für erneuerbare Energien den Bau zweier Spezialschiffe derselben Bauform bei der koreanischen Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering in Auftrag gegeben.

Nach ihrer Fertigstellung können die Konstruktionsschiffe mit einer Länge von 109 m und einer Breite von 40 m bis zu vier Offshore-Windturbinen der Megawattklassen 5 und 6 mitsamt den Fundamenten selbst unter rauen Offshore-Bedingungen sowohl transportieren als auch aufstellen. Damit erzielt das Unternehmen deutliche Zeit- und Kostenvorteile.

Die Schiffe können via Satellit auf den Zentimeter genau auf dem Meer fixiert werden. Sie können in Wassertiefen von über 40 m arbeiten und eignen sich somit ideal für den Aufbau der geplanten Offshore-Windparks.

Montanhydraulik und Muns Techniek liefern für die Schiffe gemeinsam das komplette hydraulische Hubsystem, bestehend aus Zylindern, Verbolzungseinheiten und Führungsrahmen, einschließlich der dazugehörigen elektrischen Steuerung.

Die Besonderheit bei der Konstruktion der Schiffe liegt in zwei pro Stütze synchron verfahrbaren Hubrahmen, deren Bewegung über eine eigens für diesen Auftrag entwickelte Synchronsteuerung geregelt wird. Dadurch ist es möglich, das Auf- und Absenken der vier Stützen über den notwendigen Hub synchron zu realisieren, ohne dass die Plattform für den Verbolzungsvorgang angehalten werden muss.

Hydraulik: Hydraulikzylinder:
  • hydraulische Leistung: 3.990 kW
  • maximaler Ölfluss: 9.600 l/min
  • maximale Druckkraft: 325 bar
  • 48 Zugzylinder: 630 mm x 280 mm x 3.000 mm
  • max. Zylindergeschwindigkeit: 1,0 m/min
  • max. Zylindergeschwindigkeit, inklusive Verbolzung: 0,84 m/min
  • max. Hubgeschwindigkeit der Plattform: 0,70 m/min
  • Kolbenstangenbeschichtung: Keramik mit integriertem Wegmesssystem