Walzen-Zementmühle

Die Auslauf- und Einlaufzylinder einer Walzen-Zementmühle sind rund um die Uhr im Einsatz. Deshalb stellen sich schon nach drei bis vier Monaten starke Leckagen über die Kolbenstangendichtung ein. Montanhydraulik Reparatur und erarbeitete eine Lösung, die dazu beiträgt, die Standzeit der Zylinder zu vervierfachen.

Angetrieben von einem 2.000-kW-Elektromotor fördert die Mahltrommel Zementklinker, Schlacke oder den Kalkstein aus dem benachbarten Tagebau unter die Mahlwalze. Während des Mahlvorgangs müssen die Zylinderdichtungen kurzhubigen und schnellen Ausweichbewegungen mit hohen Druckspitzen standhalten, welche die Steine des Mahlgutes verursachen. Hinzu kommt, dass die unterschiedlichen Mahlgüter mit unterschiedlich hohen Druckniveaus gemahlen werden, wodurch Temperaturen von bis zu 100 °C erreicht und die Standzeit der Dichtungen erheblich reduziert werden. In ungünstigen Betriebsfällen stellen sich entsprechend hohe Leckage-Raten schon nach wenigen Wochen ein. Ein Zustand, den der Werksbetreiber ändern wollte.

Folgende Schritte wurden im Rahmen der Zylinderreparatur vorgenommen: Statt aus Stahl fertigte Montanhydraulik Reparatur und Service eine neue Dichtungsaufnahmebuchse aus Bronze, die an dem kaskadenförmig angeordneten Dreifachdichtsystem ein geringeres Spaltmaß aufweist. Ebenfalls reduziert wurde das Passungsspiel der neuen aus Bronze gefertigten Führungsbuchse. Dazu wurde die Buchse mit einer Presspassung in den Zylinderkopf eingebaut (eingeschrumpft mit Flüssigstickstoff). Danach wurde das Stangenführungsspiel durch Fertigdrehen der Führungsbuchse exakt an den tolerierten Durchmesser der Stange angepasst.